Franziska Leschewitz
Newsletter Februar 2021

 

Inhaltsverzeichnis

 
  1. Aktuelles
  2. Aus dem Parlament
  3. Aus Spandau und co.
  4. Franzi fragt
 

Aktuelles

 

Aus gegebenem Anlass

 

Liebe Leser*innen, liebe Genoss*innen,

auch die Februar-Ausgabe meines Newsletters steht unter der Überschrift "Corona". Nach wie vor hält uns das Virus fest im Griff und es lässt sich nur vermuten, wie sich die Fallzahlen zukünftig entwickeln werden. Die Politik kann an dieser unsicheren Ausgangsituation nichts ändern; sie kann jedoch Hilfen bereitstellen, Strategien entwickeln und effektive Schutzmaßnahmen treffen. Inwieweit die Politik ihrer Aufgabe gerecht wird, bespreche ich im Artikel zu Beginn des Newsletters.

Im Zuge der Aufstellungsversammlung in Spandau berichtet mein Team von der Wahl.

In der neuen Rubrik "Franzi fragt" habe ich den medizinischen Fachangestellten Mounib zu seiner Arbeit in den Impfteams befragt. Zukünftig möchte ich in regelmäßigen Abständen Vertreter*innen aus Zivilgesellschaft und Politik zu aktuellen gesundheitspolitischen Themen befragen. Ziel ist es, ein breites Spektrum an Perspektiven einzufangen und zu Debatten anzuregen.

Ich wünsche Ihnen alles Gute!

Ihre

 
 

Angepasste Öffnungszeiten

 

Aufgrund der aktuellen Situation hat das Bürgerbüro in der Hugo-Cassirer-Str. 7 weiterhin nur noch am Montag von 10:00-14:30 geöffnet. Besucher*innen können nur mit Voranmeldung unter Post@franziskaleschewitz.de empfangen werden. Sobald sich etwas ändert, werde ich dies auf meiner Website mitteilen.

 
 

Aus dem Parlament

 

Ausschnitt aus dem Interview des ND

 

Hier bei der Impfung in einem Pflegeheim in Berlin.

In der Reihe „Menschen in Berufen, die die Coronakrise besonders trifft“ konnte ich diesen Monat von meiner Arbeit in den mobilen Impfteams berichten. Das vollständige Interview finden Sie auf der Homepage des ND: "Impfen für die Rückkehr zur Normalität".


»Im Schnitt verimpfen wir so 60 Dosen«, sagt Leschewitz. Acht bis zehn der kleinen Fläschchen mit dem Präparat von Biontech/Pfizer - Vials genannt - hat ihr Team üblicherweise dabei, der Inhalt eines Vials reicht für sechs Impfungen. Leschewitz ist stolz auf ihre 100-Prozent-Quote: »Alle Spritzen, die ich vorbereitet habe, wurden auch verimpft.« Wenn alle Bewohner*innen durchgeimpft sind, ist das Pflegepersonal dran, zur Not wird das dafür auch mal aus dem freien Tag geholt. »Die Impfbereitschaft der Bewohner ist groß, es gab nur wenige, die abgelehnt haben«, erzählt die junge Frau. Auch beim Pflegepersonal habe sie bislang nur wenige Skeptiker*innen getroffen. Leschewitz würde sich sofort impfen lassen, hat aber Verständnis für die Skepsis vieler Menschen. »Einen Impfzwang halte ich für den falschen Weg, wir brauchen hier mehr Aufklärung.«

 

Anpassungen in der Impfpriorität

 

Diese Woche wird in Berlin mit der Impfung von Kita-Beschäftigten und Lehrkräften begonnen. Aufgrund des unvermeidbaren engen Kontakts zu Kindern war eine Priorisierung dringend erforderlich. Auch in medizinischen Einrichtungen wird das Personal mit Kontakt zu vulnerablen Gruppen bereits geimpft. Doch während stationäre Hebammen somit nun ebenfalls geimpft werden, sollten freiberufliche Hebammen weiter warten.

Nachdem ich die Senatsverwaltung für Gesundheit auf dieses Problem aufmerksam gemacht habe, wurde umgehend gehandelt und die Impfpriorität entsprechend angepasst. Nun werden auch die freiberuflichen Hebammen zeitnah geimpft. Das war auch unbedingt notwendig. Denn zum einen haben schwangere Frauen ein erhöhtes Risiko im Kontakt mit COVID. Zum anderen besuchen die Hebammen häufig mehrere Familien täglich und können dabei nicht zu jeder Zeit die Coronaregeln einhalten.

Eine öffentliche und transparente Debatte um die Impfpriorität ist entscheidend, da wir keine Menschen bzw. keine Berufsgruppen übersehen oder zurücklassen dürfen.

 

Die Politik der Pandemie

 

Foto: "Globe and stethoscope on red background with Coronavirus text" by focusonmore.com CC BY 2.0

Seit nunmehr einem Jahr bestimmt das Coronavirus unseren Alltag. Täglich sehen wir die Updates zur aktuellen Corona-Situation und vergessen dabei schnell die Menschen und Existenzen hinter den vielen Zahlen. Für die Impflinge in den Alters- und Pflegeheimen (der Ort mit der höchsten Infektionszahl) bedeutet jede Impfung Sicherheit vor dem tödlichen Virus. Für die Schülerinnen und Schüler bedeutet jeder Tag ohne Schule, neben Bildungslücken, eine hohe psychische Belastung, Einsamkeit und Stress. Fachkräfte in Pflege und Krankenhäusern kämpfen mit der Dauerüberlastung. Und nicht nur Menschen aus Einzelhandel, Gastronomie oder Kultur fürchten sich vor einem „sozialen Abstieg“.
Den einen richtigen Weg aus dieser Krise gibt es nicht. Doch die Krisenpolitik muss sich messen lassen an der gesellschaftlichen Gerechtigkeit und der Solidarität.

Der Markt wird es schon regeln.

Der Bundesregierung gelingt weder die Bewältigung der Pandemie, die Begegnung der sozialen Folgen, noch die effektive Unterstützung von Unternehmen und Selbständigen. Ihr Handeln ist geprägt von Fehleinschätzungen, Hilflosigkeit und Marktdenken. Die lange Vorbereitungszeit im Sommer ließ man verstreichen, ohne Konzepte für den Winter zu entwickeln. In der Krise werden die Prioritäten dieser Politik der letzten 16 Jahre besonders deutlich: Marktgesetze und Kapital an vorderster Stelle. Das Kaputtsparen der Ämter, das Aufwarten mit Investitionen in die Digitalisierung oder der Abbau von Sozialleistungen fallen der Regierung nun auf die Füße.
Dass kapitalistische Marktlogiken gerade in der Krise völlig versagen, wird auch anhand der Impfstoffproduktion deutlich. Die gemeinsame Suche nach dem Impfstoff ist national wie global zu einem Wettstreit um die schnellste Impfung geworden. Statt eines produktiven Miteinanders werden Impfstoffe gebunkert und Lizenzen unter Verschluss gehalten.

Lautem Beifall müssen starke Taten folgen.

Ein kurzer Blick auf die Aktienmärkte zeigt, dass es in der Krise auch Gewinner gibt. Zugleich verdeutlicht die Pandemie welche Berufe für unsere Gesellschaft wichtig sind. Eine gerechte Verteilung bedeutet auch eine Umverteilung.

In Berlin haben wir die zahlreichen Unterstützungsangebote ausgebaut und eigene unkomplizierte Hilfsprogramme aufgestellt. Der Mietendeckel wurde in Anbetracht der Pandemie höchste Zeit. Bei meiner Tätigkeit in den mobilen Impfteams stoße ich immer wieder auch auf offene Fragen und Probleme, doch zugleich erlebe ich einen Teamgeist, den es zur Überwindung dieser Krise braucht.

Solidarisch zu sein, heißt niemanden allein zu lassen, Gesundheit vor Profite zu stellen und ökonomische wie soziale Nöte aufzufangen.

Die Probleme werden nicht mit dem Virus verschwinden.

Viele der Coronafolgen werden uns auch nach der Pandemie beschäftigen und vernachlässigte Probleme werden wieder in Fokus rücken. Doch was in der Krise gilt, gilt auch danach: Eine Bewältigung der Herausforderungen kann nur auf eine Art geschehen – gemeinsam und solidarisch.

 
 

Aus Spandau und co.

 

Das Team steht

Bericht von der Aufstellungversammlung vom Team Franzi

 

DIE LINKE. Spandau hat am 21. Januar 2021 im Rathaus Spandau ihre Kandidat*innen für die Bundes- und Abgeordnetenhauswahl aufgestellt.
Als Direktkandidatin für den Bundestagswahlkreis Spandau-Charlottenburg Nord wurde Helin Evrim Sommer und als Direktkandidat*innen für das Abgeordnetenhaus wurden Franziska Leschewitz, Nadine Krause, Hans-Ulrich Riedel, Lars Leschewitz und Marc Mattern gewählt. Ihr Ziel: Gemeinsam für soziale Gerechtigkeit und die Rückgewinnung des Öffentlichen kämpfen. Es geht darum zuzuhören und die Menschen vor Ort zu beteiligen; mehr Demokratie wagen ist das Ziel. Mit diesem Team kann die Wahl am 26. September 2021 kommen!

Dank Franziska Leschewitz ist DIE LINKE Spandau seit dem vergangenen Jahr im Abgeordnetenhaus vertreten. Das soll auch so bleiben, denn für die Abgeordnete braucht es für eine gerechte Umverteilung auch den politischen Willen. Besonders einer Teilprivatisierung der S-Bahn steht sie ablehnend gegenüber - private Kapitalinteressen sind hier fehl am Platz. Kritisch hinterfragt Franziska Leschewitz die aktuelle Schul- und Jugendpolitik. Gerade in der Coronazeit sollten verbesserte Bedingungen an Schulen und Kitas oberste Priorität haben. Hier wurde seitens der Senatorin zu wenig unternommen oder, besser gesagt, zu wenig gewagt.

Ihr Herzensthema ist jedoch die Gesundheit. Mit der Ausbildung und Arbeit als Pharmazeutisch-technischen Assistentin sowie dem Studium im Fach Biologie kennt Franziska nicht nur die Theorie, sondern auch die Praxis. Aktuell hilft sie zusätzlich in den mobilen Impfteams, um die Impfungen in den Pflege- und Altenheimen durchzuführen. Sie sieht den hohen Personalmangel nicht nur auf dem Papier, sie erlebt ihn fast täglich. Gerade jetzt erleben wir, wie wichtig ein funktionierendes öffentliches Gesundheitswesen ist. Dass Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen im Interesse privater Eigentümer kaputtgespart werden, kritisiert sie öffentlich und wird sich daher weiter für ein soziales Gesundheitswesen einsetzen. In diesem Zusammenhang unterstützt sie auch die Forderungen des Volksbegehrens Gesunde Krankenhäuser in Berlin.

Für Franziska Leschewitz steht DIE LINKE. als einzige Partei für die Interessen der Lohnabhängigen, der Erwerbslosen, der Menschen mit kleiner Rente oder Grundsicherung, der Mieter*innen und Mieter, der Menschen mit Behinderung und viele mehr, ein. Denn sie sind die Mehrheit der Gesellschaft und hier muss die Politik ansetzen und unterstützen.
Ihr Bürgerbüro hat Franziska Leschewitz letztes Jahr in Hakenfelde eröffnet, erste politische Initiativen gestartet und hier steht sie mit ihrem Team allen Menschen als Ansprechpartnerin zur Verfügung.

Mehr zu den Kandidat*innen der Wahl finden Sie auf der Website DIE LINKE Spandau.

 
 

Franzi fragt

 

Interview mit Mounib Ayoub

Seit Beginn der Pandemie hilft Mounib in den mobilen Impfteams. In seiner Freizeit stellt er sich Verschwörungstheoretiker*innen auf der Straße argumentativ entgegen.

 

Am Rande einer Querdenkendemonstration am Alexanderplatz. In SpiegelTV, Die Impfgegner: Zwischen Angst, Unwissenheit und Fake-News.

Wie kamst du zu deinem freiwilligen Engagement und welche sind deine Aufgaben?

Ich bin seit dem ersten Tag, den 27.12, als Teil in den mobilen Impfteams dabei. Als Medizinischer Fachangestellter war ich seit Beginn von der Pandemie betroffen und wollte umso mehr an deren Eindämmung mitwirken. Daher habe ich gerne meine freien Kapazitäten für die Einsätze in den Impfteams zur Verfügung gestellt und mich auf diese Aufgabe auch gefreut. Meine Aufgabe ist die Rekonstitution des Impfstoffs und das Aufziehen der Spritzen. Das heißt, Ich verdünne den Impfstoff und bereite die einzelne Impfdosen zur Verimpfung vor.

Und wie sind deine bisherigen Erfahrungen mit den Impflingen?

Gerade bei den Bewohner*innen der Alten- und Pflegeheime nehme ich eine große Impfbereitschaft und Erleichterung wahr - beim Personal erschien mir die Bereitschaft teilweise weniger stark ausgeprägt.

In der Spiegel-TV Dokumentation  findest du klare Worte für Proteste wie die von Querdenken. Weshalb ist es dir wichtig für die Impfung Position zu beziehen?

Ich habe mich seit den Großdemonstrationen im vergangenen Jahr mit den sogenannten Maßnahmen-Kritiker*innen befasst, im Internet gegen diese argumentiert und wollte meinen Widerwillen nun auch auf die Straße bringen. Die Theorien von verhärteten Maßnahmen- und Impfgegner*innen sollten keinesfalls und nirgendwo unwidersprochen bleiben!

Wie sind deine bisherigen Erfahrungen mit dem Impfsystem und welche Wünsche an die Politik hast du?

Die Impfung ist ganz eindeutig eine sehr große organisatorische und logistische Herausforderung. Es ist eine große Leistung aller Beteiligten nötig, um die BewohnerInnen der Alten- und Pflegeheime durchzuimpfen. Mir ist bewusst, dass politische Entscheidungen nicht immer einfach sind und dass es nicht immer einen KönigInnenweg gibt. Daher halte ich mich mit Ratschlägen zurück, hoffe aber, dass baldmöglichst allen Impfwilligen ein Angebot gemacht werden kann.

Lieber Mounib, ich danke Dir für das Interview. Ich wünsche Dir alles Gute und viel Erfolg bei Deiner weiteren Impftätigkeit!

 
 

Impressum

Franziska Leschewitz (MdA)
Hugo-Cassirer-Straße 7
13587 Berlin
Telefon: +49-30-374638-90
post@franziskaleschewitz.de

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