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Lange Nacht der Motivation?

Wir alle haben uns auf einen Sommer ohne tägliche Corona-Meldungen gefreut. Die Inzidenzwerte sind noch immer niedrig, die Zahl der Impfungen steigt und an einem sonnigen Tag am See möchte man auch einfach mal abschalten und nicht an eine weltweite Pandemie denken.

Doch zugleich lässt die Impfmotivation nach, von der Herdenimmunität sind wir noch weit entfernt, der Herbst kommt und die Delta-Variante droht bisherige Erfolge zunichtezumachen.

Für eine Herdenimmunität in der Gesellschaft bräuchte es eine Impfquote von über 80%. Aber nur drei von vier Erwachsenen möchten sich impfen lassen und dann fehlen noch die Kinder und Jugendlichen.

Um junge Menschen zu der Impfung zu motivieren und ein niedrigschwelliges Angebot zu machen, möchte Gesundheitssenatorin Kalayci eine „Lange Nacht des Impfens" veranstalten. Ein kreativer Ansatz, aber die Mehrheit wird ein Abend mit DJ sicherlich nicht erreichen. Warum müssen die Impfungen in der aktuellen Phase eigentlich noch von „oben" geregelt und organisiert werden?

Impfstoff ist inzwischen ausreichend vorhanden und wer, wenn nicht die Bezirke, kennen das Impfverhalten vor Ort ist und wissen, wo sie ansetzen müssen. In den letzten Wochen wurden immer wieder Schwerpunktimpfungen in besonders betroffenen Vierteln durchgeführt und das sehr erfolgreich. Lichtenberg startet jetzt mit einem Drive-in-Impfzentrum vor Ikea und Neukölln wird mit einem Impfmobil am Hermannplatz sein. Es bewegt sich also etwas in den Bezirken, die Gesundheitssenatorin sollte vor allem solchen Projekten den Rücken stärken.