Unterwegs

Eindrücke aus meiner Arbeit

Manchmal gibt es diese Tage, an denen man mit vielen Eindrücken, neuen Gedanken und einem guten Gefühl nach Hause geht. Genau so ein Tag war mein Besuch auf der Grünen Woche am Mittwoch, 21. Januar 2026 und das gleich beim ersten Mal.

Schon beim Ankommen war klar: Diese Messe ist mehr als nur eine Ausstellung. Sie ist ein Ort des Austauschs, des Lernens und der Begegnung. Überall Menschen, Gespräche, Ideen und mittendrin ganz viele Themen, die mich persönlich und politisch bewegen.

Ein besonders prägender Eindruck entstand für mich an der Themeninsel ZERO. Sie greift zentrale Zukunftsfragen rund um Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und Zero Waste auf – war jedoch nur ein sehr kleiner Teil der Messe. Gerade auf der Grünen Woche sollten diese Themen deutlich mehr Raum einnehmen, denn sie gehören ins Zentrum gesellschaftlicher Debatten. Die Inhalte waren wichtig und inspirierend, gleichzeitig wurde hier spürbar, wie viel Potenzial noch verschenkt wird.

Besonders viel Freude hatte ich an den interaktiven Angeboten. Beim Waldquiz der Berliner Forsten ging es ganz praktisch um unser heimisches Ökosystem. Hier konnte ich nicht nur mein Wissen testen, sondern auch wieder einmal spüren, wie wichtig der Schutz unserer Wälder ist. Beim Abfallquiz von ALBA-Recycling konnte ich zeigen, dass ich mich mit Mülltrennung gut auskenne und trotzdem habe ich noch Neues dazugelernt. Diese Mischung aus Mitmachen und Lernen hat den Messebesuch für mich besonders lebendig gemacht.

Ein sehr persönlicher Moment war mein Besuch bei der Initiative„Holz rettet Klima“. Der Stand der Waldapotheke fühlte sich sofort vertraut an. Durch meinen beruflichen Hintergrund in der Apotheke war mir vieles bekannt, sodass ich mich kurzerhand hinter den Tresen gestellt habe. Es war ein Moment, der sich richtig und angenehm anfühlte – mitten im Trubel der Messe.

Später bekam der Tag noch eine schöne gemeinsame Note: Unsere Landesvorsitzende Kerstin Wolter kam dazu und gemeinsam haben wir den Berliner Bereich der Messe erkundet. Dabei habe ich auch den eigenen Bereich meines Bundeslandes Sachsen, in dem ich geboren und aufgewachsen bin, besucht. Dieser Moment war für mich besonders – ein Stück Herkunft und Verbundenheit mitten auf einer internationalen Messe. Und natürlich durfte dabei ein Klassiker nicht fehlen: ein Eis von Florida Eis aus Spandau – ein kleines Highlight, das einfach dazugehört.

Am Ende des Tages blieb vor allem eines: ein Gefühl von Motivation. Die Grüne Woche hat mir gezeigt, wie viele Menschen sich tagtäglich für Nachhaltigkeit, Umwelt- und Klimaschutz einsetzen – praktisch, kreativ und mit Herzblut.

Ich bin mit vielen neuen Eindrücken, guten Gesprächen und frischer Energie nach Hause gegangen. Dieser erste Besuch war ganz sicher nicht mein letzter.

Vor kurzem war ich gemeinsam mit meinem Team bei der BSR in der Gradestraße zu Besuch und ich kann sagen: Dieser Termin hat mich nachhaltig beeindruckt. Schon zu Beginn erhielten wir eine spannende und sehr informative Präsentation über den Standort, seine Vorbildrolle für ganz Berlin und die vielfältigen Zero-Waste-Strategien der BSR. Besonders deutlich wurde die enorme Verantwortung, die hier getragen wird: 522.000 Haushalte und 72.000 Ladestellen, die täglich 850 Tonnen Hausmüll, 140 Tonnen Biogut und 13,5 Tonnen Wertstoffe produzieren. Ein großer Fuhrpark von 90 Abfallsammelfahrzeugen sorgt dafür, dass all das zuverlässig abgeholt wird.

Im Gespräch ging es schnell um die großen Herausforderungen der Mülltrennung, der richtigen Entsorgung und der Problematik illegaler Müllablagerungen – ein Thema, das uns alle betrifft. Die BSR spielt hierbei eine zentrale Rolle, zumal 2024 8% mehr illegal abgelagerter Müll im öffentlichen Raum anfiel, dessen Beseitigung enorme Kosten verursacht.

Unsere Fragen waren zahlreich und Markus Witt, Leiter der Geschäftseinheit Abfallbehandlung / Stoffstrommanagement, sowie Nadine Gerks, Leiterin Public Affairs, nahmen sich viel Zeit, um ausführlich auf jede einzelne einzugehen. Besonders Markus Witt hat mich beeindruckt: Sein Engagement, seine Motivation und seine Leidenschaft für das Thema waren geradezu ansteckend. Es wurde sofort spürbar, dass hier jemand nicht nur seinen Job macht, sondern aktiv an der Zukunft der Stadtsauberkeit arbeitet.

Kein Wunder also, dass wir am Ende gar nicht mit der gesamten Präsentation durchkamen. Das war für uns jedoch kein Problem. Wir haben direkt ein weiteres Treffen vereinbart, um genau dort weiterzumachen, wo wir aufgehört haben.

Besonders spannend fand ich die anschließende Führung über den Recyclinghof. Er ist der wichtigste Standort für Sperrmüll in Berlin und entlastet damit viele andere Höfe. Auch im Bereich Nachhaltigkeit nimmt er eine Vorbildrolle ein: zwei Gründächer, eine Photovoltaik-Anlage, die den Strombedarf des Hofs um 20% reduziert und der Einsatz von Rollpackern, die die Anzahl der Transporte sowie den CO₂-Ausstoß verringern. Zudem gibt es hier eine Annahmestelle für wiederverwendbare Waren für die NochMall.

Auch ein Blick in die Zukunft durfte nicht fehlen: Eine neue Recyclinghalle soll 2030 entstehen, ergänzt durch eine Bioenergieanlage und einen Versickerungsteich, der den Standort noch nachhaltiger machen wird.

Insgesamt war es ein wirklich tolles Erlebnis, das mir erneut gezeigt hat, wie wichtig und komplex die Arbeit der BSR ist und wie viel Engagement hinter all dem steckt.

Am Montag, den 01.12.2025 hatte ich die Gelegenheit, gemeinsam mit Janna Einöder vom Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) einen Friedhofsspaziergang zu machen und es war viel beeindruckender und lehrreicher, als man vielleicht erwarten würde. Friedhöfe sind nicht nur Orte der Ruhe und Erinnerung, sondern können auch wertvolle Rückzugsräume für Artenvielfalt sein. Genau das hat mir Janna heute eindrucksvoll gezeigt.

Gleich zu Beginn führte sie mich zu einem ganz besonderen Grab, das vom NABU gepflegt wird: ein naturnah gestaltetes Grab, das sich bewusst vom klassischen Bild gepflegter Friedhofsflächen unterscheidet. Dort wurden heimische Sträucher und Pflanzen gesetzt, die Insekten, Vögeln und anderen Tieren Nahrung bieten. Zwischen ihnen finden sich kleine Lebensräume aus Sand, Steinen und Holz, die gezielt für verschiedene Arten angelegt wurden. Besonders spannend fand ich, dass naturnahe Gräber nicht nur ökologisch wertvoll sind, sondern auch deutlich weniger Ressourcen und Pflege benötigen – ein Gewinn für Natur und Klima gleichermaßen.

Beim anschließenden Rundgang über den Friedhof erklärte mir Janna, wie sehr Friedhöfe als grüne Inseln in der Stadt wirken können, wenn man ihnen Raum für natürliche Entwicklung lässt. Viele kleine Details bieten wichtigen Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Ein weiterer zentraler Punkt unseres Austauschs war der Volksentscheid Baumentscheid. Es war für mich wertvoll, die Perspektiven des NABU mit meiner politischen Arbeit abzugleichen.

Ich nehme aus diesem Spaziergang unglaublich viel mit: konkrete Anregungen, neue Erkenntnisse und die Bestätigung, wie wichtig gute Zusammenarbeit mit engagierten Menschen vor Ort ist.

Es war ein interessanter, lehrreicher und wirklich schöner Tag und ich freue mich darauf, die Impulse aus diesem Austausch in meine politische Arbeit mitzunehmen.

Am Montag, den 24.11.2025 fand im Kulturhaus Spandau eine Veranstaltung des Bezirksverbands der Linken Spandau statt, die mich sehr bewegt und nachhaltig beschäftigt hat. Gezeigt wurde der Film „No Other Land“, gefolgt von einer intensiven Podiumsdiskussion mit Hanno Hauenstein (Journalist und Autor) und Lea Reisner (Krankenpflegerin, Seenotretterin und Sprecherin für internationale Beziehungen der LINKEN im Bundestag). Moderiert wurde der Abend von unserer Genossin Sandra Hetzl, Übersetzerin für arabische Literatur. Für mich war es einer dieser Abende, die zeigen, wie wichtig politischer Raum, Austausch und das gemeinsame Sprechen über schwierige Themen sind.

Der Film „No Other Land“ zeigt Aufnahmen, die der Filmemacher, Anwalt und Aktivist Basel Adra selbst über Jahre hinweg gefilmt hat. Er dokumentiert sein Leben im Westjordanland und das ist erschütternd. Der Film macht deutlich, dass jeden einzelnen Tag Gewalt ausgeübt wird: Häuser werden zerstört, Familien werden vertrieben, Menschen werden bedroht, geschlagen oder beschossen. Die Szenen zeigen eine Umgebung, wo Menschen um ihre Existenz, ihre Sicherheit und ihr Leben fürchten müssen. Die Perspektive aus Basels eigener Kamera, aus nächster Nähe und ohne Filter, zeigt eine unmenschliche und extrem gefährliche Situation, wie man sie selten so unmittelbar sieht. Mich hat das unglaublich bewegt. Die Brutalität des Alltags, diese permanente Unsicherheit und die Angst der Menschen – das hat mich beim Zuschauen sehr mitgenommen. Es ist ein Film, der nicht loslässt und einen emotional wie politisch nicht unberührt lässt.

Im Gespräch wurde sehr offen darüber gesprochen, wie schwierig es in Deutschland sein kann, dieses Thema anzusprechen. Viele Debatten sind stark polarisiert, tabuisiert oder mit Repressionen verbunden. Genau deshalb war es so wertvoll zu hören, wie Hanno und Lea darüber sprachen, wie man als Abgeordnete oder politisch aktive Person dennoch Haltung zeigen, informieren und Räume für Austausch schaffen kann.

Zum Abschluss sagte Lea etwas, das mich sehr berührt hat:

„Hoffnung geben mir genau solche Gespräche wie heute und die vielen Menschen, die dahinterstehen und dranbleiben. Wir dürfen die Hoffnung nicht verlieren.“

Ich teile das vollkommen. Solche Veranstaltungen machen sichtbar, dass Engagement und Solidarität nicht abstrakt sind – sie leben davon, dass wir miteinander sprechen, zuhören, kritisch hinterfragen und weiterdenken.

Mein Dank gilt allen, die diesen Abend organisiert und möglich gemacht haben.
Es war ein sehr bewegender und zugleich ermutigender Abend für mich – politisch, persönlich und menschlich. Solche Veranstaltungen halten wichtige Diskurse lebendig und zeigen, dass politisches Handeln immer auch mit Mut, Empathie und Beharrlichkeit zu tun hat.

Am Montag, den 24.11.2025 war ich mit Sabine von der Linksfraktion Spandau bei einer Veranstaltung in Spandau anlässlich des Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen und sie hat mich tief bewegt und zum Nachdenken gebracht. Es wurde sehr deutlich, wie dringend wir den Schutz von Frauen stärken müssen und welche Verantwortung wir als Gesellschaft tragen, um Gewalt zu verhindern.

Im Zentrum der Veranstaltung stand ein Gespräch mit Fikri Anıl Altıntaş und Gerhard Hafner zum Thema „Männliche Verantwortung im Kampf gegen Gewalt an Frauen“. Besonders wichtig war für mich die deutliche Benennung, dass Gewalt tief in gesellschaftlichen Strukturen verankert ist. Patriarchale Rollenbilder, Machtverhältnisse und fehlende Unterstützungsangebote spielen eine große Rolle und genau hier muss Politik ansetzen.

Im Anschluss wurden die Landesflagge gegen Gewalt an Frauen und die bezirkseigene Flagge Spandaus vor dem Rathaus gehisst. Dieser Moment war für mich nicht nur symbolisch, sondern ein klares Zeichen: Sichtbarkeit ist ein erster Schritt, aber sie darf nicht der letzte sein.

Was die Situation in Spandau betrifft, sind die Zahlen alarmierend: Spandau liegt 40,1 % über dem Berliner Durchschnitt bei partnerschaftlicher und innerfamiliärer Gewalt und wir wissen, dass die Dunkelziffer noch deutlich höher ist. Beratungsstellen arbeiten am Limit, Schutzplätze fehlen. Die Istanbul-Konvention verpflichtet Deutschland, ausreichend Schutzräume bereitzustellen – allein in Berlin wären rund 900 Schutzplätze nötig, tatsächlich wird nicht einmal die Hälfte erreicht. Auch in Spandau fehlt bislang eine wirkungsvolle Koordinationsstelle zur Umsetzung der Istanbul-Konvention. Das ist nicht hinnehmbar.

Im Gespräch wurde auch klar, dass Prävention nur funktionieren kann, wenn wir Männer einbeziehen. Viele Männer erleben Verunsicherung, Ängste und Orientierungslosigkeit und wissen oft nicht, wie sie sich gegen Gewalt positionieren oder engagieren können. Diese Männer zu erreichen, sie einzubinden und ihnen Wege aufzuzeigen, Verantwortung zu übernehmen, ohne Gewalt zu relativieren und ohne Grenzen zu verwischen, ist zentral. Täterarbeit braucht klare Haltung, ehrliche Selbstreflexion und gesellschaftliche Unterstützung.

Ich bin dankbar für die Organisation dieser wichtigen Veranstaltung durch die Frauen- und Gleichstellungsbeauftrage Spandaus Juliane Fischer-Rosendahl und das Bezirksamt Spandau. Solche Räume für Austausch, Aufklärung und Vernetzung sind unverzichtbar. 

Mein Besuch beim Zero Waste Festival am Sonntag, den 22.11.2025 in der NochMall in Reinickendorf war für mich eine echte Bereicherung – fachlich wie persönlich. Die NochMall, das erste Gebrauchtwarenkaufhaus Berlins, ist ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie Kreislaufwirtschaft ganz konkret funktionieren kann: Möbel, Kleidung, Elektrogeräte, Bücher, Spielzeug und Haushaltswaren bekommen hier ein zweites Leben, anstatt auf dem Müll zu landen.

Gerade in einer wachsenden Stadt wie Berlin wird noch immer viel zu viel weggeworfen – Dinge, die oft noch repariert oder weiterverwendet werden könnten. Genau hier setzt das Zero Waste Future Festival an. In vielen kostenlosen Workshops und Mitmach-Angeboten zeigen engagierte Menschen, wie Abfallvermeidung im Alltag ganz praktisch gelingen kann.

Mich hat besonders begeistert, wie lebendig und offen das Festival war: Es war viel los, es gab zahlreiche Informations- und Mitmachstände, und ich konnte mich mit Expert*innen austauschen. Spannend fand ich vor allem die Tipps zur richtigen Lagerung von Lebensmitteln, um Lebensmittelverschwendung zu vermeiden. Dabei wurde mir bewusst, dass ich zwar schon vieles richtig mache, aber trotzdem immer wieder Neues lernen kann.

Ein echtes Highlight war für mich das Repaircafé der NochMall. Hier wird gemeinsam geschraubt, gelötet und repariert – mit viel Geduld und Wissen. Zu sehen, wie Menschen ihre defekten Geräte nicht einfach wegwerfen, sondern gemeinsam Lösungen finden, hat mich sehr beeindruckt. Genau dieser Gedanke – reparieren statt entsorgen – ist für mich ein zentraler Baustein nachhaltiger Politik.

Sehr gefreut habe ich mich über den fachlichen Austausch mit Svenja Pelzel, Pressesprecherin sowie Leiterin der Abteilung Fördermittel und Kommunikation der Stiftung Naturschutz Berlin. Als Ratsmitglied der Stiftung war es für mich besonders wertvoll, Einblicke in aktuelle Förderprojekte und neue Entwicklungen zu bekommen.

Ich nehme aus diesem Tag viele Impulse mit – ganz konkret für meine Arbeit im Abgeordnetenhaus und auch für meinen Einsatz in Spandau. Veranstaltungen wie dieses Festival zeigen, dass Umwelt- und Klimaschutz nicht abstrakt sind, sondern im Alltag beginnen. Diese praktischen Ideen, die Begeisterung der Initiativen und der direkte Austausch mit den Menschen vor Ort bestärken mich darin, mich weiterhin für bessere politische Rahmenbedingungen, mehr Reparaturangebote und stärkere Förderung von Wiederverwendung einzusetzen – in ganz Berlin und besonders auch in Spandau.

Der Herbstempfang am Freitag, den 17. Oktober war für mich ein ganz besonderer Moment. Es war einfach schön, in so herzlicher Atmosphäre so viele vertraute und neue Gesichter zu sehen, sich auszutauschen und diese lebendige Aufbruchsstimmung zu spüren, die entsteht, wenn Menschen mit gemeinsamen Werten und Ideen zusammenkommen. Der Abend hat mir wieder einmal gezeigt, wie viel Kraft und Inspiration in Gemeinschaft und solidarischem Miteinander stecken.

Unsere Landesvorsitzende Kerstin Wolter hat den Abend mit einem starken und motivierenden Grußwort eröffnet – voller Klarheit, Leidenschaft und Rückenwind für die kommenden Monate. Auf dem Podium folgte eine spannende Diskussion mit dem Sprecher des Bezirksverbands Spandau Marc Mattern, Lars Leschewitz von der Linksfraktion Spandau und Sven Dudkowiak von der GEW Spandau. Gemeinsam haben wir über Bildungsgerechtigkeit, soziale Infrastruktur und linke Politik im Bezirk gesprochen – Themen, die uns alle bewegen und bei denen deutlich wurde, wie viel es noch zu tun gibt.

Besonders berührt hat mich die Atmosphäre des Abends: offen, solidarisch und getragen von echtem Zusammenhalt. Mein Dank gilt allen, die organisiert, vorbereitet, mit angepackt oder einfach durch ihre Anwesenheit beigetragen haben, dass dieser Empfang so gelungen war.

Mit dieser Energie blicke ich jetzt voller Zuversicht auf die kommenden Monate – mit einem neuen Vorstand, einer engagierten Mitgliedschaft und ganz viel Motivation, weiter für soziale Gerechtigkeit einzustehen. Linke Politik wird gebraucht – in unseren Kiezen, im Rathaus und im Abgeordnetenhaus. Und ich freue mich darauf, diesen Weg gemeinsam weiterzugehen. 

Nur kurze Zeit nach meinem letzten Besuch war ich am 5. Oktober 2025 erneut in der Naturschutzstation Hahneberg – diesmal zum Erntedankfest, das auch in diesem Jahr wieder ein echtes Highlight war. Die Station ist ein ganz besonderer Ort: lebendig, herzlich und voller Engagement.

Die Atmosphäre war wunderbar – eine stimmungsvolle Feldandacht, regionale Stände, Gemüse aus eigenem Anbau und viele Tiere zum Streicheln machten das Fest zu einem Erlebnis für die ganze Familie. Besonders gefreut haben sich meine Kinder, die mit meinem Mann mitgekommen waren. Sie hatten großen Spaß beim Füttern und Streicheln von Schafen, Ziegen und Eseln – und beim Ausprobieren, ob sie wohl so weit springen können wie ein Fuchs oder Reh.

Ich habe den Tag auch genutzt, um mit vielen Besucher*innen ins Gespräch zu kommen – unter anderem wieder mit Kristina Quast von den Berliner Forsten, die ich bei verschiedenen Veranstaltungen schon mehrfach getroffen habe. Besonders spannend war für mich der Stand der Walnussrösterei, an dem es alles Wissenswerte rund um die Walnuss zu erfahren gab. Natürlich konnte ich nicht widerstehen und habe mir auch etwas Walnussmehl mitgenommen.

Die Naturschutzstation Hahneberg lebt von den Menschen, die sie tragen. Ihre Arbeit verdient nicht nur Anerkennung, sondern auch Unterstützung. Um ihre großartige Arbeit zu würdigen, habe ich der Station eine Geldspende überreicht – als kleines Dankeschön und Zeichen meiner Wertschätzung für das, was hier Tag für Tag geleistet wird.

Ein herzliches Dankeschön an das gesamte Team der Station: Ihr macht diesen Ort zu dem, was er ist – ein lebendiges Zentrum für Natur, Bildung und Gemeinschaft. Euer Einsatz zeigt, wie wertvoll die Naturschutzstation Hahneberg für Spandau und ganz Berlin ist.

Bei meinem Besuch der Naturschutzstation Hahneberg am 26. September 2025 habe ich einen ausführlichen Einblick in die vielfältige Arbeit vor Ort erhalten – ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie engagiert Menschen in unserem Bezirk für den Schutz von Natur und Umwelt eintreten.

Die Station schützt nicht nur seltene Tier- und Pflanzenarten, sondern schafft vor allem Bildungsangebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Ob Umweltbildung, Artenschutzprojekte oder praktische Landschaftspflege – hier wird Natur nicht nur bewahrt, sondern erlebbar gemacht. Besonders schön zu sehen war, wie ehrenamtliche Helfer, Vereine und engagierte Mitarbeiter*innen gemeinsam dafür sorgen, dass dieser Ort lebendig bleibt.

Die Naturschutzstation Hahneberg ist ein echter Natur- und Lernort für die Nachbarschaft. Sie bietet Workshops, geführte Wanderungen, naturpädagogische Angebote, Kindergeburtstage im Grünen und Nachbarschaftsgärten an. Besonders beliebt bei großen und kleinen Besucher*innen sind die Schafe, Ziegen und Galloway-Rinder, die zur Pflege der Wiesen beitragen und das Gelände zu einem ganz besonderen Erlebnis machen.

Doch wie viele andere Einrichtungen steht auch die Naturschutzstation vor großen Herausforderungen. Ständige Kürzungen in den Haushalten erschweren die Arbeit erheblich – ohne Planungssicherheit lassen sich langfristige Projekte im Natur- und Artenschutz kaum umsetzen. Dabei sind gerade Orte wie dieser für unsere Stadt so wichtig: Sie schaffen Bewusstsein, bilden weiter und zeigen, wie gemeinsames Engagement wirkt.

Ich bin tief beeindruckt von der Arbeit, die hier täglich geleistet wird – und überzeugt, dass wir solche Orte stärker unterstützen müssen, um die Natur in unserer Stadt lebendig zu halten.

Alle Infos rund um die Naturschutzstation Hahneberg findet ihr unter: https://naturschutzstation-hahneberg.de/

Am Sonntag, den 21. September 2025, fand in Kladow und Gatow das Klimafest statt – ein Tag voller spannender Eindrücke, inspirierender Gespräche und großartiger Stimmung. Das bunte Fest zeigte eindrucksvoll, wie vielfältig und lebendig Klimaschutz in unserem Bezirk gestaltet werden kann.

Ich nutzte den Tag für viele gute Gespräche: Mit Nicole tauschte ich mich über naturnahe Gärten aus, beim Repair Café im Kladower Forum lernte ich engagierte Menschen kennen, die Reparieren als Beitrag zur Nachhaltigkeit verstehen. Am Stand der Berliner Forsten traf ich auf Kristina Quast, die die Revierförsterei Gatow leitet – wie immer begleitet von ihrem treuen Hund Rasmus.

Überall war spürbar, mit wie viel Herzblut sich Menschen in unserer Stadt für den Klimaschutz einsetzen. Solche Veranstaltungen zeigen, wie wichtig es ist, Klimaschutz in allen Bezirken sichtbar zu machen und gemeinsam voranzubringen – über Initiativen, Nachbarschaften und Generationen hinweg.

Das Fest bot ein vielfältiges Bühnenprogramm, viele Marktstände, Musik, leckeres Essen und ein tolles Familienangebot mit Hüpfburg und Kinderschminken. Ich hatte meine zwei kleinen Kinder dabei, die mit Begeisterung dabei waren – und genau das ist mir wichtig: Früh ein Bewusstsein für Umwelt- und Klimaschutz zu vermitteln, spielerisch und mit Freude.

Ich nehme die vielen Anregungen, Ideen und Begegnungen vom Klimafest mit in meine umweltpolitische Arbeit. Denn Klimaschutz ist nicht nur Aufgabe der Politik, sondern ein Gemeinschaftsprojekt, das wir nur gemeinsam erfolgreich gestalten können – in Kladow, Gatow und überall in Berlin.

Die Städtepartnerschaft zwischen Windhoek und Spandau feiert in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen – ein beeindruckendes Zeichen lebendiger internationaler Verbundenheit. Für mich ist diese Partnerschaft mehr als eine symbolische Verbindung: Sie erinnert uns an ein Kapitel deutscher Geschichte, das nicht vergessen werden darf.

Vor über zehn Jahren war ich privat zum ersten Mal in Namibia. Seitdem hat mich die gemeinsame Geschichte mit diesem weit entfernten Land nicht mehr losgelassen. Berlin war der Ort, an dem der erste Völkermord des 20. Jahrhunderts geplant wurde, und die damalige deutsche Kolonie im heutigen Namibia wurde zum Ort unvorstellbaren Leids: Über 100.000 Herero und Nama wurden getötet. Diese historische Verantwortung bleibt Teil unserer Gegenwart.

Gerade deshalb bedeutet mir diese Städtepartnerschaft viel. Seit nun 25 Jahren besteht der Austausch zwischen Berlin und Windhoek und er ist überraschend lebendig: Es gibt enge sportliche Verbindungen, wirtschaftliche Kooperationen und regelmäßige gegenseitige Besuche. Dieses Engagement zeigt, dass aus Geschichte Begegnung und Verständigung wachsen können.

Aus Anlass des Jubiläums reiste eine Delegation des Berliner Abgeordnetenhauses im Juli 2025 nach Windhoek – mit der Präsidentin (CDU), der Vizepräsidentin (GRÜNE), einer Beisitzerin (DIE LINKE) und mir. Uns erwartete ein intensives Programm: eine Begrüßung durch den deutschen Botschafter Dr. Thorsten Hutter, ein Treffen mit der Bürgermeisterin Councillor Ndeshihafela Larandja, sowie der Besuch zahlreicher Projekte, kultureller Einrichtungen, Kirchen, Museen und wirtschaftlicher Initiativen.

Ein besonders bewegender Moment wird für mich der Besuch des Genozid Memorials in der Alten Festung sein – ein Ort des stillen Gedenkens und der Verantwortung. Dort den Opfern des Völkermordes zu gedenken, bedeutet für mich, sich der Geschichte zu stellen und aus ihr zu lernen.

Mein Wunsch und meine Hoffnung sind, dass auch in Berlin bald ein Mahnmal entsteht, das an diese grausamen Taten erinnert – und uns mahnt, dem Rassismus, der einst ihr Ursprung war, nie wieder zu verfallen. Nur wenn wir erinnern, können wir Versöhnung und echte Partnerschaft leben.

Am 6. Juli 2025 durfte ich beim 125-jährigen Jubiläum des Imkervereins Spandau e.V. dabei sein – eine beeindruckende Feier, die auf dem wunderschönen Lehrbienenstand in Gatow stattfand. Zwischen vielerlei Gästen, guter Musik, leckerem Essen und natürlich dem eigenen, regionalen Honig wurde deutlich, wie lebendig und engagiert die Spandauer Imkerszene ist.

Im Laufe des Tages nahm ich an einer Waldführung mit Revierförsterin Kristina Quast teil, die eindrucksvoll zeigte, wie eng die Gesundheit unserer Wälder mit dem Wohl der Insekten verbunden ist. Die Vielfalt der Pflanzen und das Summen der Bienen machten noch einmal spürbar, wie wichtig ihr Beitrag für unser Ökosystem ist.

In meinem kurzen Redebeitrag habe ich betont, was oft selbstverständlich scheint, es aber keineswegs ist: Ohne Bienen keine Bestäubung, ohne Bestäubung keine Ernte, ohne Ernte kein Leben. Imker:innen leisten mit ihrer täglichen Arbeit eine enorm wichtige Aufgabe – sie tragen aktiv zum Umwelt- und Artenschutz bei und stärken das Bewusstsein für die Bedeutung biologischer Vielfalt.

Doch dieses Engagement braucht Unterstützung. Ich bin überzeugt: Der Senat muss die Vereinskultur stärker fördern. Ehrenamtliches Engagement darf nicht nur mit Worten gelobt werden – es braucht auch strukturelle und finanzielle Absicherung, etwa durch bezahlte Stellen, die die Arbeit in den Vereinen langfristig sichern.

Wenn wir unsere Stadt ökologisch zukunftsfähig machen wollen, müssen wir mehr Stadtgrün, mehr blühende Wiesen und weniger versiegelte Flächen schaffen – und eine Politik umsetzen, die endlich entschlossener gegen die Klimakatastrophe vorgeht.

Der Imkerverein Spandau e.V. ist seit 125 Jahren ein wertvolles Beispiel für gelebten Naturschutz. Neben der Betreuung zahlreicher Bienenvölker bietet der Verein Informationen, Imkerkurse und sogar die Möglichkeit, Geräte zum Selbst-Imkern auszuleihen. So werden Wissen, Leidenschaft und Verantwortung für unsere Umwelt direkt in die Nachbarschaft getragen.

Ich gratuliere dem Verein herzlich zu seinem Jubiläum – und danke allen, die mit ihrer Arbeit dafür sorgen, dass es in Berlin weiterhin summt und blüht.

Alle Infos rund um den Spandauer Imkerverein findet ihr unter: https://www.imkerverein-spandau.de/

Am langen Tag der Stadt Natur im Juni 2025 habe ich an einer ganz besonderen Veranstaltung teilgenommen: einer Vogelwanderung durch die Tiefwerder Wiesen in Spandau – einem der letzten natürlichen Überschwemmungsgebiete Berlins. Unter der fachkundigen Leitung von Dr. Dirk J. Mikolajewski machten wir uns mittags auf den Weg, um die gefiederten Bewohner dieses einzigartigen Biotops zu entdecken.

Schon nach wenigen Minuten war ich mitten im Bann der Natur: das Zwitschern, das Rascheln im Schilf, die frische Morgenluft. Mit jedem Schritt wurde mir bewusster, wie lebendig – und zugleich verletzlich – dieses Stück Natur ist. Besonders gefreut hat mich, dass ich auf dieser Wanderung zufällig meinen ehemaligen Professor aus dem Biologiestudium wiedergetroffen habe – ein schöner Zufall, der einmal mehr zeigt, wie sehr uns dieses gemeinsame Thema verbindet.

Während wir aufmerksam durch die Wiesen gingen, lernten wir, Vogelarten nicht nur am Gefieder, sondern auch an ihren Rufen zu erkennen. Mit etwas Glück konnten wir sogar den blau-orangefarbenen Eisvogel erspähen, der blitzschnell über das Wasser huschte. Diese kleinen Momente machen deutlich, wie reich an Leben unsere Stadt ist – wenn wir ihr genug Raum lassen.

Leider sind viele Vogelarten in Berlin zunehmend bedroht. Verdichtung, Neubauten und der Verlust unversiegelter Flächen führen dazu, dass Brut- und Nistplätze verschwinden. Auch Wasserknappheit und der Mangel an Insekten als Nahrungsquelle setzen unseren Wildvögeln zu. Umso wichtiger ist es, bei Bauvorhaben darauf zu achten, dass Neuversiegelungen so gering wie möglich bleiben. Nur wenn wir unsere Flora und Fauna schützen, können wir einen echten Beitrag zum Artenschutz leisten.

Die Veranstaltung wurde vom Verein Freunde Klein-Venedigs e.V. organisiert, der sich für den Schutz der Tiefwerder Wiesen und das harmonische Miteinander von Mensch und Natur einsetzt. Seit 2007 ist der Lange Tag der Stadt Natur ein fester Bestandteil des Berliner Veranstaltungskalenders – getragen von der Stiftung Naturschutz Berlin, in deren Stiftungsrat ich seit 2022 Mitglied bin. Mit Führungen, Mitmachaktionen und Bildungsangeboten fördert die Stiftung das Naturbewusstsein vieler Berliner und vernetzt engagierte Akteur.

Ich bin jedes Jahr wieder begeistert, wie viele Menschen sich an diesem Wochenende für unsere Umwelt einsetzen. Und ich freue mich jetzt schon auf die nächste Ausgabe am 30. und 31. Mai 2026 – dann heißt es wieder: Fernglas einpacken und raus in die Natur!

Alle Infos und Eindrücke vom letzten langen Tag der Stadt Natur 2025 findet ihr unter: https://www.langertagderstadtnatur.de/home

Und hier findet ihr alle Infos zur Stiftung Naturschutz Berlin: https://www.stiftung-naturschutz.de/